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Osteoporose (Prävention)

Zur Prävention der Osteoporose muss insbesondere auf eine Reduktion der Risikofaktoren geachtet werden.

Modifizierbare - durch das Verhalten veränderbare - Risikofaktoren

  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Rauchen
  • Bewegungsmangel
  • Untergewicht - Ein niedriges Körpergewicht (Body-Mass-Index < 20) oder ein Gewichtsverlust von mehr als 10 % in den letzten Jahren gehen mit einem erhöhten Risiko einher - das bedeutet jedoch nicht, dass Übergewicht anzustreben ist, sondern ein Normalgewicht bzw. ein altersentsprechendes
  • Ernährung - Fehlen von wichtigen Vitalstoffen wie z. B. mangelhafte Versorgung mit Calcium und Vitamin D und zu hoher Anteil von Phosphaten und Oxalsäure

 

Behandelbare Risikofaktoren - Erkrankungen

  • Schilddrüsenüberfunktion - wenn nicht behandelt
  • Primärer Hyperparathyreoidismus - Überfunktion der Nebenschilddrüse
  • Wachstumshormonsmangel (Somatotrophes Hormon - STH
  • Östrogenenmangel - je höher der Östrogen-Serumspiegel bei älteren Männern ist, desto dichter und fester sind die Knochen [1]
  • Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse oder des Darms - wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa
  • Essstörungen - Anorexie - Magersucht -, Bulimie - Ess-Brech-Sucht
  • Laktoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit)
  • (Latente) metabolische Acidose
  • Nierenerkrankungen - z.B. Niereninsuffizienz (Nierenschwäche)
  • Leberzirrhose
  • Cushing Syndrom (Nebennierenüberfunktion)
  • Gelenkerkrankungen - z.B. rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans; latinisiertes Griechisch: Spondylitis "Wirbelentzündung" und ankylosans "versteifend" - chronisch entzündliche rheumatische Erkrankung mit Schmerzen und Versteifung von Gelenken), Lupus erythematodes
  • Funktionsstörungen der Eierstöcke oder der Hoden
  • Hypophysenvorderlappeninsuffizienz
  • Diabetes mellitus
  • Malabsorption - gestörte Nähr- und Vitalstoffaufnahme
  • Maldigestion - gestörte Nähr- und Vitalstoffverwertung
  • Prolaktinom - Prolaktin-bildender Tumor
  • Systemische Mastozytose
  • Leukämie, Lymphome oder Plasmozytom
  • Bösartige Tumoren
  • Organtransplantationen/Immunsuppressiva
  • Immobilität durch Krankheiten
  • Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) - chronische Lungenerkrankung
  • Skoliose - dauerhafte seitliche Krümmung der Wirbelsäule
  • Multiple Sklerose (MS) - neurologische Erkrankung, die bis zu Lähmungen oder Spastiken der Extremitäten führen kann
  • Sarkoidose - chronische Erkrankung mit Bildung von Granulomen (Knötchen), die vor allem in der Lunge und der Haut auftreten
  • Amyloidose - verschiedene Erkrankungen, die alle mit Ablagerungen spezifischer Proteine (Eiweiße) einhergehen

 

Labordiagnosen - Laborparameter, die als unabhängige Risikofaktoren gelten und behandelbar sind

  • Homocystein - bei Mann und Frau: Prädiktor für Hüftfrakturen [2]
  • Folatmangel - erhöht das Risiko für Hüftfrakturen bei Frauen [3]

 

Medikamenteneinnahme so weit wie möglich reduzieren 

  • Aluminiumhaltige Medikamente wie beispielsweise Aluminiumhydroxid bei der Behandlung von Magengeschwüren
  • Antikonvulsiva/Benzodiazepine
  • Antikoagulantien (Blutgerinnungshemmer) - Heparin/kumarinhaltige Medikamente
  • Abführmittel
  • Barbiturate
  • Breitbandantibiotika
  • Chemotherapie
  • Chloramphenicol
  • Cholestyramin
  • Cyclosporin
  • Dicumarol
  • Diuretika
  • Gonadotropin-releasing-Hormon-Agonisten und Antagonisten
  • Hypophysenhormon-Hemmstoffe
  • Immunsuppressiva
  • Kortison
  • Lithium
  • Neomycin
  • Schilddrüsenhormone
  • Phosphathaltige Antacida (Magenschutz-Medikamente)
  • Protonenpumpenhemmer (durch eine Hypochlorhydrie können Protonenpumpenhemmer die Kalziumaufnahme verringern und somit eine Osteoporose verstärken, mit der Folge eines erhöhten Risikos für Schenkelhalsfrakturen [4])
  • Sulfonamide
  • Zytostatika